Worldcup Taktik: Wie sollen sich die Viertelfinalisten aufstellen

Worldcup Taktik: Wie sollen sich die Viertelfinalisten aufstellen
Copyright © 2013 Tom Williams.
For original English text, go to: http://www.tomwfootball.com
Translated by M.Dmitrieva

Autor: Tom Williams

Am Vorabend der Fußballweltmeisterschaft, Football Further fragte, ob das 4-2-3-1 Spielsystem weiterhin dominieren würde, wie es auf dem letzten Turnier 2006 dominierte. Die durchschnittlichen Positionsdiagramme unten, entnommen von allen acht Wettkämpfen der letzten Achtenfinale, demonstrieren, dass, obwohl es die populärste Form im internationalen Spiel bleibt, die Änderungen in der Taktik bedeuten, dass sie zum Einsatz auf sehr verschiedene Arten kommen werden.

Uruguay: 4-3-1-2/4-3-2-1

Uruguay begann den Wettbewerb wie vorhergesagt durch das Spiel in einem 3-4-1-2 System, aber in ihrem Auftaktspiel nach einem harten torlosen Unentschieden mit Frankreich, verlegten sie zu einer flachen Viererkette, schlurfend entlang mit Jorge Fucile zu dem Linksverteidiger aus der Innenverteidigung, vorschob Alvaro Pereira von links Außenverteidiger zu einer direkten Rolle des Mittfeldspielers, und Edinson Cavani war in die richtige Seite des Angriffs an Stellen von dem Spielmacher Ignacio González eingeschaltet worden. Er neigt dazu, viel starker als Suárez zu spielen, und ein bisschen nach links setzt die Form in 4-3-1-2 um, aber Cavanis Neigung den Ball breit abzuwehren, bedeutet, dass er häufig auf derselben Linie wie Forlán und zur Linken von Suárez spielt, um die Linie allein auszuspielen.

Die durchschnittlichen Positionen Uruguays Spieler in der ersten Hälfte ihres 2:1-Sieges über Südkorea im Achtenfinale; FIFA.com

[Rückennummer: 1. Fernando Muslera; 16. Maxi Pereira, 2. Diego Lugano, 3. Diego Godin, 4. Jorge Fucile; 15. Diego Pérez, 17. Egidio Arévalo Ríos, 11. Alvaro Pereira; 7. Edinson Cavani, 10. Diego Forlán; 9. Luis Suárez]

Ghana: 4-2-3-1/4-1-4-1

Ghanas Form auf Papier ist 4-2-3-1, aber das System erlaubt Kevin-Prinzen Boateng – namentlich einen der zwei Abräumer im Mittelfeldspieler – den Raum vor ihm auszunutzen, wie er den Führungstreffer in der fünften Minute des Achtenfinalesieges gegen die Vereinigten Staaten geschossen hat. Boateng und Kwadwo Asamoah haben auch enorm hart gearbeitet, um die Vereinigten Staaten hoch das Spielfeld zu bedrängen, was bedeutet, dass Boateng selten in einer festen Position blieb. Ein Blick auf die durchschnittlichen Positionsdaten anzeigt, dass Ghanas Verteidiger näher der Mittellinie in der ersten Hälfte ihres Achtenfinalespiels als diejenigen jeder anderen Seite im Viertelfinale gespielt haben.

Die durchschnittlichen Positionen Ghanas Spieler in der ersten Hälfte ihres 2:1-Sieges über die Vereinigten Staaten im Achtenfinale; FIFA.com

[Rückennummer: 22. Richard Kingson; 4. John Pantsil, 8. Jonathan Mensah, 5. John Mensah, 2. Hans Sarpei; 6. Anthony Annan, 23. Kevin-Prince Boateng; 7. Samuel Inkoom, 21. Kwadwo Asamoah, 13. André Ayew; 3. Asamoah Gyan]

Niederlande: 4-2-3-1

Vorbei sind die Tage, wenn Hollands 4-3-3 Spielsystem in die Aufstellung vor den Spielernamen gekommen sind. Ihr 4-2-3-1, gegründet von Marco van Basten, gibt alle klassischen Bestandteile des Systems an; nämlich zweikampfstarke Verteidigungsmittelfeldspieler, ein kreatives Genie im Hemd Nummer 10 und ein geschickter Mittelstürmer fähig mit dem Rücken zum Tor zu spielen. Wesley Sneijder neigt sowieso dazu links zu spielen, aber Arjen Robbens Rückkehr zur Startelf gegen Slowakei sah die ganze niederländische Sturmreihe Verschiebung nach links, gebend dem Bayernfan Laufpass, um in der rechten Flanke anzugreifen. Robbens Rückspiel zwang Bert van Marwijk, Dirk Kuyt auf der anderen Seite des linken Spielfeldes wegzuziehen, wo sein Bestreben und positionelles Bewusstseins ihm den entscheidenden Vorteil gegenüber beweglicher Rafael van der Vaart verschaffen.

Die durchschnittlichen Positionen der Niederlande Spieler in der ersten Hälfte ihres 2:1-Sieges über die Slowakei im Achtenfinale; FIFA.com

[Rückennummer: 1. Maarten Stekelenburg; 2. Gregory van der Wiel, 3. John Heitinga, 4. Joris Mathijsen, 5. Giovanni van Bronckhorst; 8. Nigel de Jong, 6. Mark van Bommel; 11. Arjen Robben, 10. Wesley Sneijder, 7. Dirk Kuyt; 9. Robin van Persie]

Brasilien: 4-2-3-1/4-3-2-1

Brasiliens Spielsystem ist verschiedenartig ein als 4-2-3-1, ein 4-4-2 mit dem gleichseitigen Mittelfeld und ein 4-3-1-2 beschrieben worden. Der Schlüssel zu dieser Verwirrung ist die Rolle des rechtsseitigen mittelfelden  carillero, der leichter vor den zwei Mittelfeldspielern spielt, aber hat keine hohe Position neben der Tonhöhe als der Spielmacher Kaká und der linksseitige Angreifer Robinho. Die Rolle im 3-0 Sieg über Chile wurde von Daniel Alves gefüllt. Bei den Eröffnungsspielen brachte Elano den Tor-Stoß an der Position zu den zwei brasilianischen Gruppen, aber zog sich eine Knöchelverletzung in der 3-1 Niederlage der Elfenbeinküste, die ihn kaum für das Viertelfinale gegen die Niederländer spielen lassen wird. Mit dem defensiven Mittelfeldspieler – Felipe Melo (Knöchel), auch potentiell nicht vorhanden und gesperrter Ramires, könnte Dunga mit dem ausgezeichneten Gleichgewicht seines Hauptmittelfeld-Triumvirats herumbasteln.

Die durchschnittlichen Positionen Brasiliens Spieler in der ersten Hälfte ihres 3:0-Sieges über Chile im Achtenfinale; FIFA.com

[Rückennummer: 1. Júlio César; 2. Maicon, 3. Lúcio, 4. Juan, 6. Michel Bastos; 8. Gilberto Silva, 18. Ramires; 13. Daniel Alves, 10. Kaká, 11. Robinho; 9. Luís Fabiano]

Argentinien: 4-3-1-2

Nach dem Verwerfen von seinen festgesetzten Plan, um vier Innenverteidiger wieder in den Eröffnungsspiel in der zwei Gruppen auflaufen zu lassen, Diego Maradona kehrte sich ins System für Argentiniens zwei letzten Wettkämpfe zurück und jetzt steht zu ihnen. Eine Sorge für Argentinien soll die Isolierung von Javier Mascherano im Hauptmittelfeld sein, mit Maxi Rodríguez und insbesondere Ángel Di María, beide spielgewohnt als breitflächige Mittelfeldspieler meistens in den zentraleren Rollen. Lionel Messi Erfolglosigkeit vor dem Tor kann durch die Tatsache teilweise erklärt worden sein, dass er viel stärker spielt, als er gewöhnlich für Barcelona spielt. Tatsächlich, seine Rolle als ein altmodischer Spielmacher bedeutet, dass Argentinien zurzeit ein sehr ähnliches System verwendet, mit demjenigen das sie an der letzten Weltmeisterschaft angenommen haben, wenn Juan Román Riquelme das Hemd Nummer 10 stolz trug und Javier Saviola erwies sich als eine quecksilbrige Folie für die Nummer neun, Hernán Crespo im Angriff.

Die durchschnittlichen Positionen Argentiniens Spieler in der ersten Hälfte ihres 3:1-Sieges über Mexiko im Achtenfinale; FIFA.com

[Rückennummer: 22. Sergio Romero; 15. Nicolás Otamendi, 2. Martín Demichelis, 4. Nicolás Burdisso, 6. Gabriel Heinze; 20. Maxi Rodríguez, 14. Javier Mascherano, 7. Ángel Di María; 10. Lionel Messi; 9. Gonzalo Higuaín, 11. Carlos Tévez]

Deutschland: 4-2-3-1

Weniger Beobachter konnten irgendwelchen Zweifeln bezüglich der Leistungsfähigkeit von Deutschlands Spiel lassen worden sein, nachdem sie England ins Achtenfinale ausgelöscht hatten. Die schwerfälligen Innenverteidiger von England werden von der ausgefuchsten Bewegung von Mesut Özil und Miroslav Kloses überall gezogen, schaffend viel Platz für die innerlichen Schießläufe von starken Spielern wie Lukas Podolski und doppel Thomas Müller.

Die durchschnittlichen Positionen Deutschlands Spieler in der ersten Hälfte ihres 4:1-Sieges über England im Achtenfinale; FIFA.com

[Rückennummer: 1. Manuel Neuer; 16. Philipp Lahm, 17. Per Mertesacker, 3. Arne Friedrich, 20. Jérôme Boateng; 6. Sami Khedira, 7. Bastian Schweinsteiger; 13. Thomas Müller, 8. Mesut Özil, 10. Lukas Podolski; 11. Miroslav Klose]

Paraguay: 4-3-3

Wie Uruguay, hat Paraguay ihr anfängliches System nach ihrer Eröffnung Gruppenspiel zurückgestellt. Lucas Barrios und sein Borussia Dortmund Vereinskollege Nelson Haedo Valdez waren in einem ziemlich steifen 4-4-2 Spiel während ihrer unentschieden Eröffnungspiel 1-1 mit Italien isoliert verlassen worden, so der Trainer Gerardo Martino wechselte zu einem 4-3-3 und sah, dass der Linksaußen Aureliano Torres durch Mittelstürmer Roque Santa Cruz ersetzt wurde. Claudio Morel Außenverteidiger bietet jetzt viel von der Breite auf der linken Seite mit Enrique Vera – der Gliedmann zwischen Mittelfeld und Offensiver, der ein schönes Tor in der 2-0 Niederlage von Slowakei im zweiten Gruppenspiel von Paraguay geschossen hat.

Die durchschnittlichen Positionen Paraguays Spieler in der ersten Hälfte ihres 0:0-Unentschiedenes überJapan (Paraguay gewann 5-3 nach Elfmeterschießen) im Achtenfinale; FIFA.com

[Rückennummer: 1. Justo Villar; 6. Carlos Bonet, 14. Paulo da Silva, 21. Antolín Alcaraz, 3. Claudio Morel; 13. Enrique Vera, 20. Néstor Ortigoza, 16. Cristian Riveros; 9. Roque Santa Cruz, 19. Lucas Barrios, 10. Édgar Benítez]

Spanien: 4-2-3-1

Eines der Dilemmas, womit sich Vicente Del Bosque vor dem Turnier konfrontierte, war wie man Villa David und Fernando Torres in den Spaniern XI unterbringen sollte, ohne dabei die Kompaktheit der inzwischen bewährten 4-2-3-1 Form zu verzichten. Torres wurde außer der Anfangsformation für die 1-0 Stoßniederlage mit Schweiz ausgelassen, aber als er sich an der Seite gegen Honduras zurückgekehrt hat, Del Bosque hat Villa in eine breite linke Position mit Jesús Navas auf der entgegengesetzten Außenbahn eingezogen. Villa hat glänzend in der Rolle mit vier Toren in seinen letzten drei Spielen gespielt. Das machte ihn zu einem Spitze-Torjäger. Andrés Iniesta hat Navas Platz für den 1-0 Sieg über Portugal eingenommen, und Del Bosque schien entschlossen zu sein, mit dem beharrlichen Ansatz weiterzumachen, der Spaniens Gegner bei Euro 2008 überwältigt hat – dargestellt durch das gründliche Passspiel von Xavi und Iniesta – anstatt die richtige Seite der Sturmreihe mit einem offensiven Mittelfieldspieler wie Navas oder David Silva auszugleichen.

Die durchschnittlichen Positionen Spaniens Spieler in der ersten Hälfte ihres 1:0-Sieges über Portugal im Achtenfinale; FIFA.com

[Rückennummer: 1. Iker Casillas; 15. Sergio Ramos, 3. Gerard Piqué, 5. Carles Puyol, 11. Joan Capdevila; 16. Sergio Busquets, 14. Xabi Alonso; 6. Andrés Iniesta, 8. Xavi, 7. David Villa; 9. Fernando Torres]